Sonntag, 12. Juni 2011

Unser täglich Brot

















Seitdem ich das vegane Leben entdeckt habe, werde ich oft, wirklich sehr oft gefragt:

"Und warum machst du das?"

Ich kann es mir dann oft nicht verkneifen, weit auszuholen, ethische, philosophische, weltpolitische und konsumkritische Aspekten auszubreiten und meinen Gesprächspartner damit wahrscheinlich schrecklich zu langweilen. Es gibt einfach so viele Gründe, dass es mir schwer fällt, diese in wenigen Sätzen zusammenzufassen.

Was noch viel schwieriger ist: Einen Auslöser festzumachen. Wahrscheinlich haben sich in meinem Hinterstübchen das Gewissen und der gesunde Menschenverstand heimlich verbündet und ohne mein Wissen Pläne geschmiedet, um sie mir dann eines schönen Tages vollendet unter die Nase zu reiben. Da konnte ich einfach nicht mehr anders.

Eins ist aber sicher: Der Film "Unser täglich Brot" hat einen entscheidenden Beitrag geleistet. Küken in Transportkisten. Auf Fließbändern. Vollautomatisches Melken der Kühe. Betäubungslose Ferkelkastration. Dieser Film zeigt eindrucksvoll: In der Nutztierhaltung gibt es keine Lebewesen. Sondern nur Waren. Diese Erkenntnis hat mich schockiert. Sehr traurig gemacht. Und sehr wütend.

Ich kann jeden nur bitten: Schaut euch diesen Film an. Schaut nicht weg. Und überdenkt euer Essverhalten neu.

Und den nächsten, der mich nach meinen Gründen fragt, werde ich fragen: "Und warum machst du das nicht?"

"Unser täglich Brot"

1 Kommentar:

  1. http://www.youtube.com/watch?v=ToL7jRhuu4U

    Eins meiner Puzzleteile auf dem Weg hin zum Veganismus.

    "...
    Ich möchte nicht, du armes Schwein
    an deinem Leid mitschuldig sein,
    weil ich in diesem Restaurant zu Gast war
    Und ich bestell von nun an wohl
    den überbacknen Blumenkohl:
    Die Würde des Schweins ist unantastbar, die Würde des Schweins ist unantastbar. "

    Update 2011: Mit Hefeschmelz überbackener Blumenkohl.

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